MA 3/04 Senioreneinrichtungen

Fachtagung "Challenge" 28.9.2021

Über Möglichkeiten und Grenzen in Pflege und Betreuung im Schloss Hellbrunn

ZIELGRUPPE
Pflege- & Betreuungspersonen, Ärzt*innen, Therapeut*innen, Psycholog*innen und alle am Thema interessierten Mitarbeiter*innen in SWH
VERANSTALTER
Stadt Salzburg, MA 3/04 – Senioreneinrichtungen, Fachbereich Hygiene

"Sein wie ich bin" in einem der sechs modernen Seniorenwohnhäuser

Für die stationäre Betreuung pflegebedürftiger Personen betreibt die Stadt Salzburg sechs Seniorenwohnhäuser (SWH Itzling, Hellbrunn, Nonntal, Liefering, Taxham und Bolaring). Daneben bieten auch private Seniorenwohnhausträger Betreuung an.

Leistungen eines Seniorenwohnhauses
Grundleistungen

  • allgemeine Beratungsdienste
  • Wohnraumüberlassung
  • angemessene Reinigung der Wohneinheit
  • Vollverpflegung
  • Versorgung mit der Bettwäsche und Leibwäsche der Bewohner*innen
  • kulturelle, gesellige Angebote und Beschäftigungsangebote
  • Pflege im Krankheitsfall

Pflegeleistungen

  • Krankenpflege
  • besondere Pflege
  • Haushaltsführung

Voraussetzungen zur Aufnahme in ein Seniorenwohnhaus

(Aktualisierte Version 2021)

"Sein wie ich bin"

Neue Formen der „stationären Pflege“

Das Hausgemeinschaftsmodell
Der Aufenthalt in einem Seniorenwohnhaus stellt im Gegensatz zu einem Krankenhaus nicht eine vorübergehende, außergewöhnliche Situation dar, sondern den Lebensabschnitt eines Menschen. Es soll ihm in einer geborgenen Umgebung erlauben möglichst den gewohnten Lebensstil beizubehalten oder diesen selbstbestimmt zu formulieren.

Die Betreuung in Hausgemeinschaften mit einem flexiblen Tagesablauf soll dem Rechnung tragen und auch den dienstleistenden Mitarbeiter*innen ein verbessertes Arbeitsumfeld bieten.

Hausgemeinschaften sind kleine, überschaubare Wohnstrukturen für bis zu zwölf Bewohner*innen. Das Zentrum bildet ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer mit Küche. Sämtliche gemeinsamen Lebensaktivitäten der Bewohner*innen finden in dieser Wohneinheit statt.

Die Hausgemeinschaft verfügt auch über eine entsprechende Anzahl von Einzelappartements für die dort lebenden Bewohner*innen mit eigenem Sanitärbereich. Als fixe Bezugsperson fungiert pro Hausgemeinschaft eine Alltagsbegleiter*in, die/der auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten für die Bewohner*innen bzw. mit den Bewohner*innen verrichtet. Merkmal ist die dezentrale Versorgung. Ein flexibler Tagesablauf wird dadurch ermöglicht, dass der/die Alltagsbegleiter*in im Wohnzimmer für die Bewohner*innen und - sofern es deren Gesundheitszustand erlaubt - mit diesen die Speisen zubereitet.

Das Wohngruppenmodell
Das Wohngruppenmodell realisiert eine integrative und reaktivierende Pflege in überschaubaren Gruppen. Jede dieser Wohngruppen hat sogenannte Wohnstuben als Treffpunkt oder auch als Speisezimmer. Im Gegensatz zu den Hausgemeinschaften wird das Essen in einer gemeinsamen Hausküche zubereitet.