Planungsausschuss: REK „Salzburg neu planen“, Festspiele und Umwidmungen

Donnerstag, 02.12.2021

Aktuelle Projekte prägen die Zukunft der Stadt
Grundlegende Entscheidungen standen auf der heutigen Tagesordnung des Planungsauschusses der Stadtgemeinde Salzburg. Unter dem Titel „Salzburg neu planen“ arbeitet die Stadt gerade am neuen räumlichen Entwicklungskonzept „REK“. Damit werden die Leitlinien auf die Fragen der Stadtentwicklung in den kommenden 25 Jahre gegeben. Nun ist der REK-Prozess mit dem Abschluss der „Phase 2 – Vision und Grundlagen“ bei der Halbzeit angelangt. Hervorgestrichen wurde vor allem die aktive Bürger:innenbeteiligung, mit dem Bürger:innen-Beirat oder dem Visionsprozess der „Young Experts“. Die bisherige Arbeit der Fachabteilung wurde umfassend gelobt.
Jetzt legt das Visionspapier neun zukünftige Handlungsschwerpunkte der Stadt-Weiterentwicklung fest:

  • Salzburg bleibt starkes Zentrum in der Stadtregion.
  • Salzburg forciert die aktive Siedlungsentwicklung.
  • Salzburg wird klimafit und setzt auf nachhaltige Energie.
  • Salzburg tritt für leistbares und attraktives Wohnen ein.
  • Salzburg stärkt die Identitäten der Stadt.
  • Salzburg versteht sich als innovativer Wirtschaftsstandort.
  • Salzburg entwickelt sich weiter zur durchmischten und urbanen Stadt.
  • Salzburg setzt auf zukunftsfähige Mobilität.
  • Salzburg bietet hochwertige öffentliche Räume und Naturräume.

Ergänzt wird das Visionspapier durch einen Grundlagenbericht zum Status quo. Dieser wird wesentlicher Bestandteil des REK sein und umfasst alle Themenbereiche, die auf die bisherige und künftige Entwicklung der Stadt Einfluss hatten bzw. haben. Im weiteren Projekt-Fahrplan stehen nun das Verfahren gemäß ROG (Raumordnungsgesetz) an. In Phase drei wird der zukünftige Baulandbedarf ermittelt und begleitend ein „Differenzplan“ mit möglichen Entwicklungspotentialen erstellt. In der abschließenden vierten Phase werden Zielsetzungen und Maßnahmen für die bauliche und räumliche Entwicklung der ganzen Stadt definiert und ein Planungsbericht inklusive Umweltbericht erstellt. Gegen die Stimmen der Bürgerliste wurde dieser Grundlagen-Bericht beschlossen.

Mit einem weiteren Amtsbericht legte der Planungsausschuss die städtebaulichen Rahmenbedingungen für das Verfahren zur Erweiterung der Festspielhäuser fest. Experten der Festspiele gaben umfassend Auskunft. Der überwiegende Teil der umzubauenden Flächen wird im Berg liegen, daher städtebaulich auch nicht in Erscheinung treten. Jedoch soll der Festspielbezirk behutsam weiterentwickelt werden. Ausführlich diskutiert wurde die angedachte Lösung für die zukünftige Zulieferung - durch eine Abbiegung direkt im Neutor - zu ermöglichen. Mit einer Protokollanmerkung der Bürgerliste wurde dieser Amtsbericht mit den Stimmen aller Fraktionen angenommen. Weitere planerische Rahmenbedingungen wurden beim Techno-Z in Itzling für eine Aufstockung, für ein Materiallager in Hagenau, für die Adaptierung von Kavernen und für Wohn- und Geschäftsgebäude in der Aignerstrasse geschaffen.

Höfferer Jochen MA