Bgm. Preuner: Stadt für Leerstands- und Zweitwohnsitzabgabe

Freitag, 11.06.2021
„Vize“ Unterkofler: Müssen an jeder Stellschraube drehen und Schlupflöcher schließen

Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner zeigt sich erfreut über den Vorstoß im Land, eine Leerstands- und Zweitwohnsitzabgabe einzuführen. „Gerade die Stadt Salzburg ist ein Brennpunkt der aktuellen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt. Wir versuchen bereits bisher unter Heranziehung der bestehenden rechtlichen Instrumente missbräuchliche Nutzungen so gut als möglich abzustellen“, verweist der Stadtchef auf die jüngsten Anstrengungen der Stadt Salzburg in punkto Airbnb.

„Es bedarf aber noch größerer Anstrengungen, Leerstände auf den Markt zu bringen. Wenn ich die aktuelle Entwicklung und die vielen Anfragen, mit denen die Stadt konfrontiert ist, in Betracht ziehe, dann wird nur ein ‚finanzieller Lösungsansatz‘ wirklich wirksam sein. Ich bin daher froh, dass nun ein konkreter Vorschlag des Landes auf dem Tisch liegt“, so Preuner weiter.

Schnellstmöglich einführen

Dem schließt sich die für Stadtplanung ressortzuständige Bürgermeister-Stellvertreterin Barbara Unterkofler an und ergänzt: „Wenn der Landtag das entsprechende Gesetz in seiner Sitzung am 7. Juli beschließt, wird die Stadt selbstverständlich schnellstmöglich von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Abgaben einzuführen. Wir müssen an jeder Stellschraube drehen und bestehende Schlupflöcher schließen, um ausreichend leistbaren Wohnraum für die Salzburgerinnen und Salzburger zur Verfügung stellen zu können. Die Einführung der Abgaben ist hierzu ein weiterer Baustein.“

Karl Schupfer