Zentrale Radwege durch die Stadt verbessert

Stadträtin Berthold: Sieben große Rad-Bauprojekte im Jahr 2020
Dienstag, 29.12.2020

Um die Salzburger Radinfrastruktur dauerhaft zu verbessern, investiert die Stadt Salzburg jährlich zwei Millionen Euro in die Sanierung, die Verbesserung und in den Lückenschluss von Radwegen. Neben vielen kleinräumigen Sanierungen wurden im heurigen Jahr sieben größere Radbauprojekte umgesetzt. Darüber hinaus wurden Zählstellen ausgebaut und die Pilotstrecke für eine neue Wegweisung gestartet.

„Im sehr fordernden Jahr 2020 konnten wir einige zentrale Radrouten verbessern, was mich sehr freut. Die wichtigste Altstadt-Radbrücke über die Salzach, der Müllnersteg, wurde umfassend saniert und der Radweg durch den Kurgarten verbreitert“, zieht Stadträtin Martina Berthold ein Jahresresümee. „Wir haben auch stark in die Sicherheit investiert. Denn es sollen alle – Junge wie Ältere – gerne und sicher mit dem Rad unterwegs sein können.“

Der Radweg durch den Kurgarten (siehe Foto) ist mit bis zu 14.000 Radfahrer*innen an Spitzentagen eine der wichtigsten Radrouten in Salzburg. Nach Abschluss der Bauarbeiten am Paracelsusbad wurde im Sommer 2020 der Geh- und Radweg verbreitert. Für den Radverkehr steht nun ein durchgängig über drei Meter breiter Radstreifen zur Verfügung. (Kosten 210.000 Euro)

Eine der wichtigsten Altstadt-Radverbindung über die Salzach ist der Müllnersteg, für dessen Generalsanierung 200.000 Euro aus dem Radwegebudget zur Verfügung gestellt wurden.

Nach dem Abschluss von zwei großen Wohnprojekten wurde die Radinfrastruktur grundlegend verbessert: In der Riedenburg wurde der Radweg verbreitert (Leopoldskronstraße Richtung Neutorstraße) und die Radsicherheit verbessert - eine Verkehrsinsel bei der Kreuzung Sinnhubstraße/Leopoldskronstraße und eine neue Fußgänger- und Radquerung in die Siedlung wurden gebaut. Im Bereich der Rauchmühle wurde der Geh- und Radweg entlang der Bahn (als Teil der Radhauptroute H11 nach Freilassing) verbreitert und neu asphaltiert (130.000 Euro).

In einem gemeinsamen Projekt mit dem Land Salzburg (Kostenanteil der Stadt: 514.000 Euro) wird eine Lücke in der wichtigen Radroute Hagenau nach Bergheim geschlossen. An der Itzlinger Hauptstraße wird ein baulich getrennter, sicherer Radweg errichtet. Neue Verbindungswege zur Goethesiedlung und zum Alterbachradweg werden geschaffen, indem Treppen zu Rampen umgebaut werden. Das im Spätsommer 2020 gestartete Projekt wird Mitte 2021 abgeschlossen werden.

Im Zuge von Grabungsarbeiten wurde in der Alpenstraße der nächste Teil des Geh- und Radweges auf Mindest-Richtlinienmaß (2,50 Meter) verbreitert (140.000 €).

Für die zukünftige Unterführung bei der geplanten Verlegung des Lokalbahnhofs Itzling (Höhe Glas Fritsche) wurde baulich vorgesorgt (300.000 €).

Auf der Radhauptroute von Salzburg nach Freilassing wurde das neue System der Wegweisung getestet. Rückmeldungen zur Route und zu den neuen Beschilderungen und Bodenmarkierungen sind jederzeit an radverkehr@stadt-salzburg.at erwünscht. Und auch die Zählstellen für den Radverkehr in der Stadt Salzburg wurden 2020 ausgebaut: Die im Jänner errichtete Stele am Giselakai zählte heuer bereits über eine Million Radfahrer*innen. Und an der anderen Salzachseite am Rudolfskai (Mozartsteg) startete eine weitere Stele vor wenigen Tagen ihren Testbestrieb.

Vorschau 2021

„Auch für das neue Jahr haben wir uns viele Rad-Bauprojekte vorgenommen. Neben dem Stadt-Land-Großprojekt in der Münchner Bundesstraße, schaffen auch kleine Baustellen große Wirkungen: Durch die geplante barrierefreie Verbindung in der Hans-Prodinger-Straße wird die zentrale Radroute vom Hauptbahnhof zur Salzach verbessert. Und am Josef-Mayburger-Kai wird die alte Holzbrücke über den Alterbach erneuert, verbreitert und die scharfe Kurve in den Alterbachradweg entschärft“, informiert Martina Berthold.

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Jetzt durchgehend über drei Meter breit: Radweg Kurgarten.

Cay Bubendorfer