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Tag der Artenvielfalt – Start für blühendes Glanufer

StR Berthold: „Flächen der Stadt ökologisch aufwerten“
 
Mi, 20. Mai 2020

Blütenpflanzen verschwinden und das Insektensterben schreitet voran. Sowohl auf den bewirtschafteten Flächen als auch in Schutzgebieten sinkt die Zahl dramatisch. In den Städten sind Blühwiesen für Bienen, Schmetterlinge und Co. stark begrenzt und die fortschreitende Versiegelung nimmt allen Insekten immer mehr Lebensraum. In den nächsten Jahrzehnten – so die Prognosen – reduzieren sich die Insekten, die die Basis unseres Ökosystems sind, um bis zu 40 Prozent.

Zum Internationalen Tag der Biodiversität am 22. Mai haben Stadträtin Martina Berthold, Experten des Kanal- und Gewässeramts (6/02) und Dr. Hannes Augustin (Naturschutzbund Salzburg) deshalb entlang der Glan einen wichtigen Schritt für mehr Artenvielfalt im Pflanzen- und Tierreich gesetzt. Die Böschung an der rechten Flussseite soll in den nächsten Jahren wieder in aller Vielfalt blühen und so zu einem wertvollen Lebensraum für verschiedenste Insekten werden.

„Ihr Sterben lässt mich nicht kalt! Wenn Insekten verschwinden, dann ist unser gesamtes Ökosystem bedroht. Daher müssen wir jetzt gegensteuern - egal ob am Straßenrand, an Uferböschungen, auf Balkonen oder in privaten Gärten. Blühende Grünflächen sind für Bienen, Käfer und andere Insekten lebensnotwendig“, so Stadträtin Martina Berthold. „Wir wollen die Flächen der Stadt Salzburg, so wie hier entlang der Glan, wieder ökologisch aufwerten und zusätzlichen Lebensraum für Insekten schaffen.“

Auf einer Länge von über 275 Metern wird zwischen Geh- und Radwegbrücke Zaunergasse und dem Rauchmühlenareal am Glanufer die Basis für eine Blühwiese geschaffen. Auf der Größe eines Fußballfelds werden im Herbst der Humus entfernt und Samen von Blühpflanzen gesät. Dann kann sich dort die Pflanzen- und Tierwelt in aller Vielfalt wieder ausbreiten.

„Naturnahe Blühflächen sind wesentliche Nahrungsquelle und wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl an Insekten, von Wildbienen und Hummeln bis hin zu Heuschrecken, Käfern und Schmetterlingen“, ergänzt Naturschutzbund-Geschäftsführer Hannes Augustin. Letztlich geht es aber auch darum, mit derartigen Maßnahmen ein attraktives Lebensumfeld für die Stadtbewohner*innen zu schaffen.

„Ich freue mich über die gute Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund. Gemeinsam starten wir hier in Maxglan ein Pilotprojekt an den Uferböschungen“, erklärt Stadträtin Berthold.


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Im Einsatz für die Artenvielfalt Im Einsatz für die Artenvielfalt
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Stand: 20.5.2020, Stefan Tschandl