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Stadtjägermeister appelliert: Wild schützen, Hunde an die Leine!

Trotz Corona-Krise: Wege in Wäldern nicht verlassen – Trächtige Tiere gestresst
 
Mi, 25. März 2020

Der für die Stadt Salzburg zuständige Bezirksjägermeister Balthasar Bernegger hat sich mit einem dringenden Appell an die Behörden gewandt: Er verstehe den akuten Bewegungsdrang der Bevölkerung angesichts der Corona-Krise. Dennoch müsse auf das Wild in den Stadtwäldern und Auen gerade jetzt besonders Rücksicht genommen werden.

Bernegger: „Wenn die Leute im Wald auf den Wegen bleiben, sagt kein Mensch etwas. Aber derzeit rennen sie zu Hunderten kreuz und quer durchs Revier und lassen verbotenerweise auch noch Hunde frei laufen. Die jetzt hochträchtigen Rehe mit ihren dicken Bäuchen werden gehetzt, sehr stark gestresst – und finden einfach keine Ruhe mehr.“ Daher sei der Notstand auch bei den Wildtieren mittlerweile extrem: „Ich gehe seit 35 Jahren jagen. So etwas ist mir bisher nicht untergekommen“, sagt der Bezirksjägermeister.

Dessen Beobachtungen werden auch von den für Forst und Jagd zuständigen Mitarbeitern der Stadt wie Josef Brawisch (Amt für öffentliche Ordnung) bestätigt: „Wir müssen unseren Wildbestand hegen. Die Einhaltung der Leinenplicht und ein vernünftiges Verhalten im Wald sind ein Gebot der Stunde. Damit schützen wir unsere eigenen natürlichen Lebensräume!“


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Gefahr für derzeit trächtiges Wild: Gefahr für derzeit trächtiges Wild:
© Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / A. Killer
Stand: 25.3.2020, Karl Schupfer