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Neuer Radservice-Betreiber – Begleitmaßnahmen um das Riedenburgareal

10.7.18: Aus dem Bau-, Liegenschafts- und Betriebsausschuss der Stadt Salzburg
 
Di, 10. Juli 2018

In seiner letzten Sitzung vor der politischen Sommerpause am 10. Juli 2018 befasste sich der Bau-, Liegenschafts- und Betriebsausschuss der Stadt Salzburg unter dem Vorsitz von Gemeinderätin Hannelore Schmidt (SPÖ) u.a. mit Projekten aus dem Straßen-, Brücken- und Kanalbau.

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Rad- und Fußwegunterführung Lokalbahn in der Science City Itzling

Auf Grund der geplanten Haltestellenverlegung der Lokalbahnhaltestelle Itzling um rund 350 Meter nach Norden wird auf Höhe Adolf-Kolping-Straße bzw. Jakob-Haringer-Straße eine Unterführung notwendig. Um an eben dieser Stelle zugleich die Sicherheit und den Komfort für Fußgänger*innen und Radler*innen wesentlich zu erhöhen, wurde im Rahmen der Weiterentwicklung der Science City Itzling der Ausbau der Unterführung in einen Fuß- und Radweg-Tunnel geplant.

Denn nach wie vor unbefriedigend sind hier die Erschließung im Schienenverkehr bzw. deren Haltestellenerreichbarkeit und die Anbindung der Science City Itzling an das leistungsfähige Salzach-Kai-Radwegenetz. Der Bahnhof Itzling stellt durch die weit auseinander liegenden Querungen an der Plain- und Austraße (660 m) eine Barriere in Ost-West-Richtung dar. Vor allem der signalisierte Verkehrsknoten an der Plainstraße ist für die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer*innen ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Der dichte Takt der Lokalbahn mit kurz aufeinander folgenden Sperrungen an den Querungsstellen der Plain- und Austraße verlängert zudem die Reisezeiten im Straßenverkehr.

Ein Teilabschnitt der Unterführung muss aus technischen und räumlichen Gründen auf dem Grundstück der Firma Fritsche errichtet werden, die ihre Bereitschaft zur Beanspruchung der betreffenden Flächen signalisiert hat. Weil die Fa. Fritsche in absehbarer Zeit eine Betriebserweiterung plant, soll in diesem Zuge auch die bauliche Vorbereitung des Unterführungsbauwerks in diesem Abschnitt erfolgen.
Der Amtsbericht, der bereits den Planungsausschuss passierte, wird vom Bauausschuss einstimmig mit einer Wohlmeinung befürwortet und geht mit einem Zusatzantrag betreffend den Bauabschnitt Grundstück Fritsche weiter an den Senat.

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2. Nachnutzung der Fahrradservicestation an der Lastenstraße/Bike&Ride Anlage; Errichtung eines Mietvertrages

Die Bike & Ride Anlage in der Lastenstraße (Hauptbahnhof/Zugang Schallmoos) beinhaltet auch eine Räumlichkeit, die bisher als Radservicestation und Radshop genutzt wurde. Im Herbst 2017 wurde die Radservicestation in der Lastenstraße geschlossen. Die Suche nach einem geeigneten Nachmieter gestaltete sich schwierig, da sich der Eigentümer Stadt zur bestimmungsgemäßen, kostenneutralen Nutzung des EU-geförderten Objekts verpflichtet hat. Der Caritasverband der Erzdiözese Salzburg legte ein entsprechendes Nutzungskonzept für die Räumlichkeiten vor und wird das Objekt am 1. August 2018 übernehmen.

Der Mietgegenstand wird vom Caritasverband ausschließlich zum Zwecke des Betriebs einer Radservicestation und befristet einer Beratungsstelle im Sinne der klassischen Sozialberatung angemietet. Eine Nutzung als Notschlafstelle, Tagesaufenthalte oder Ausspeisungsstelle ist keinesfalls zulässig. Der Amtsbericht wurde vom Bauausschuss einstimmig beschlossen und wird noch dem Stadtsenat vorgelegt.

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3. Gebietskanalisation Maxglan-01 – Moosstraße / Neutorstraße –
Leistungen des Kanal- und Gewässeramtes sowie des Straßen- und Brückenamtes

Im Nahbereich des neu gestalteten Riedenburg-Areals werden das Kanalnetz umfangreich saniert sowie Straßen, Geh- und Radwege saniert bzw. neu gestaltet.
Die MA 6/02–Kanal- und Gewässeramt und die MA 6/04–Straßen-und Brückenamt haben die Bauarbeiten für die Sanierung von Teilen der Hauptkanäle des Betriebsgebietes GK Maxglan 01 Moosstraße / Neutorstraße sowie umfangreiche Straßenerneuerungen im gegenständlichen Projektgebiet im offenen Verfahren EU-weit ausgeschrieben. In der Ausschreibung mit berücksichtigt wurden auch Hausanschlüsse von 85 Objekten als Privatmaßnahme sowie notwendige Leistungen an den Versorgungsleitungen der Salzburg AG. Der Auftrag wurde mit einer Summe von € 3.674.654,33 brutto (€ 3.062.211,94 netto) an die Bietergemeinschaft Infra Bau GmbH. und Ing. Hans Bodner Bauges.m.b.H. & CoKG, Eugendorf vergeben.

Das geplante Kanalbauvorhaben beinhaltet die offene Erneuerung und die unterirdische Sanierung einer Kurzstrecke der städtischen Hauptkanalisation sowie in Teilen der Anton-Hochmuth-Straße, Neutorstraße, Moosstraße, Späthgasse, Kaserngasse, Sinnhubstraße, Augustinergasse, Reichenhallerstraße und Eduard-Baumgartner-Straße.
Die bauliche Umgestaltung des Areals im Umkreis der Riedenburgkaserne umfasst Teile der Neutorstraße, Moosstraße, Sinnhubstraße sowie der Leopoldskronstraße. Weiters sollten die angrenzenden Nebenstraßen, welche sich in einem schlechten bis sehr schlechten Zustand befinden und ebenfalls durch diverse Leitungsträger zergraben wurden/werden, saniert werden.
Als Bauzeit für die Gesamtbaumaßnahme ist der Zeitraum Sommer 2018 bis November 2020 vorgesehen.

Der Bauausschuss hat die Gesamtkosten von € 4.558.800,- brutto (€ 3.799.000,- netto) zur Sanierung der Gebietskanalisation Maxglan-01 - hier der BA 115 – Moosstraße / Neutorstraße genehmigt.
Der Gesamtkostenrahmen für die begleitenden Straßenbauarbeiten der MA 6/04 zum Bauvorhaben „Gestaltung Riedenburgkaserne“ wurde auf maximal € 2.900.000,00 brutto (davon 690.000 € brutto durch den Bauträger gedeckt) festgelegt.

Mit einstimmiger Wohlmeinung samt Zusatzantrag betreffend die Finanzierung des vor Ort geplanten Radwegbaus in Höhe von insgesamt 361.000,- € über das Radwegebudget geht der Amtsbericht nun weiter in den Senat.

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4. Generalsanierung Vogelweiderstraße (Bereich Schallmooser Hauptstraße bis Sterneckstraße)

Die MA 6/04 - Straßen- und Brückenamt plant nach Fertigstellung der Grabungen der Salzburg AG (Fernwärme, Gas und Stromleitungen) in der Vogelweiderstraße im Bereich Schallmooser Hauptstraße bis Sterneckstaße auf Grund des extrem schlechten Straßenzustandes eine Generalsanierung. Zugleich soll auch in der Rupertgasse eine Belagssanierung durchgeführt werden.

Im Bereich Vogelweiderstraße werden 2350 m² Fahrbahnfläche und 900 m² Gehsteige erneuert. Im Sanierungsbereich Rupertgasse wird auf einer Fläche von ca. 550 m² im Bereich Vogelweiderstraße bis Rupertgasse ON 24 eine neue bituminöse Deckschicht aufgebracht.
Der Bauausschuss legte einstimmig den Gesamtkostenrahmen für das Projekt mit maximal € 750.000,- brutto fest. Der Bauauftrag wurde mit einer Summe von € 548.262,26 brutto an die Firma STRABAG AG aus Thalgau vergeben. Bei Auftreten von notwendigen, aber derzeit unvorhersehbaren Baumaßnahmen kann der Auftrag bis maximal € 620.000,-- brutto erhöht werden.

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5. Der Amtsbericht zum „Kreisverkehr Rupertgasse / Bayerhamerstraße“ wird nach Klubberatungen im Herbst erneut auf die Tagesordnung gesetzt.

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6. Brücke Monikapforte

Nach langen Bemühungen mit Denkmal- und Naturschutz wird nun die provisorische Brücke Monikapforte als Zufahrt zum Museum der Moderne durch eine dauerhafte Lösung ersetzt werden. Das wurde vom Bauausschuss einstimmt beschlossen. Geplant hat die neue Brücke das Architekturbüro Halle 1. Stadt und Land Salzburg als Eigentümer teilen sich die Kosten. Der Gesamtkostenrahmen für die Stadt wird mit maximal € 540.000,- brutto festgelegt. Die Zusatzkosten für Straßenbaumaßnahmen im Anschlussbereich trägt die Stadt, die die Straße in ihr Straßennetz übernimmt. Damit ist die Erschließung des Mönchsbergs für die Zukunft gewährleistet. Der Amtsbericht geht weiter in den Stadtsenat.


www.stadt-salzburg.at
Stand: 10.7.2018, Gabriele Strobl-Schilcher