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Natur & Umwelt
Stadtwälder & Waldpflege

Städtische Waldpflegearbeiten 2017

Bild vergrößernStadtförster Kapeller und Waldexperte Brawisch; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Stadtförster Kapeller und Waldexperte Brawisch; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernWaldpflegearbeiten; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Waldpflegearbeiten; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Bild vergrößernPferderückung in der Josefiau; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. Dipl.-Ing. Schlager G.

Pferderückung in der Josefiau; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. Dipl.-Ing. Schlager G.

In der Stadt Salzburg sind rund 1.100 ha der Fläche bewaldet. 165 ha davon gehören der Gemeinde, 950 ha sind Privatbesitz.
Da geht‘s vorrangig um forstfachliche Beratung von Grundeigentümern und die Erteilung von Bewilligungen nach dem Forstgesetz. Aktuelle Themen seien die Schädlingsbekämpfung (Borkenkäfer) und das weiter um sich greifende Eschentriebsterben. „Da steht vor allem die Verkehrssicherheit im Mittelpunkt.“ 

Waldpflege im Jahreskreis erläutert: „Hauptarbeitszeitzeit ist von Oktober bis April. Da werden sämtliche Waldpflegearbeiten in den stadteigenen Waldflächen durchgeführt und auch eventuelle Gefahrenstellen beseitigt.“ Die Stadt pflanze nicht nach, sondern setze auf natürliche Verjüngung. Dadurch werde der Wald widerstandsfähiger gegen Schädlinge. „Wir gehen sehr behutsam vor und setzen, etwa in Leopoldskron oder der Josefiau auf moorigem Untergrund ein Pferd ein, um Holz aus dem Wald heraus zu bringen.“ Dieses werde dann als Brennholz zum Verkauf angeboten.

Regelmäßige Waldpflegearbeiten sichern den Naturraum
Die Waldflächen unterliegen strengen umweltschutzrechtlichen Bestimmungen (Forstgesetz 1975, Salzburger Raumordnungsgesetz 2009, Salzburger Naturschutzgesetz 1999). Ziel ist der Erhalt dieser vom Menschen gestalteten Kulturlandschaft.

Die Waldpflegearbeiten werden bis April 2017 andauern. Die schonenden Maßnahmen dienen Pflege und Erhalt der grünen Lungen. Betroffen sind Teilflächen am Hellbrunnerberg, Festungsberg, Mönchsberg, Josefiau, Königswäldchen, Am Rainberg, am Saalachspitz und am Kapuzinerberg.

Insgesamt werden sieben Holzarbeiter im Auftrag der Stadt diese Waldflächen möglichst bodenschonend durchforsten, den Wald dabei behutsam verjüngen und Gefahrenstellen (vor allem entlang der Wege) beseitigen.

Eine echte Gefährdung verursacht heuer z.B. das Eschentriebsterben, eine schwere Erkrankung der Eschen. Dürre, schwere Äste fallen ab, vertrocknete bzw. von Pilz befallene Wurzeln bringen Bäume zu Fall. Die Krankheit wurde heuer im Rahmen der Verkehrssicherheits-Prüfung der städtischen Bäume festgestellt. Einzig sinnvolle Maßnahme: die Entfernung der kranken Eschen.

Wann, wo und wie gearbeitet werden kann, richtet sich nach den jeweils günstigsten Bodenverhältnissen. Ideale Schonung des Bodens gewährleisten Frost und Schnee. Der Boden ist dann fest und trocken, schweres Arbeitsgerät sinkt nicht in den sonst eher weichen Waldboden ein.

In eigenen Waldpflegeplänen die bereits im Jahr 1984 entwickelt wurden, sind diese Ziele einer nachhaltigen Erholungswaldbetreuung, aber auch alle bisher umgesetzten Pflegemaßnahmen dokumentiert. Diese haben natürlich keine forstwirtschaftlichen Zielsetzungen (Holzproduktion); ökologische, kulturgeschichtliche und waldbesucherbezogene Überlegungen stehen im Vordergrund. Interessierte können in den regelmäßigen durchgeführten Walderlebniswanderungen hierzu mehr erfahren.

Durchforstungsholz als hochwertiges Brennholz
Die „forstliche Bewirtschaftung“ erfolgt auf Grundlage von eigenen Waldpflegeplänen. Das bei der Stadtwaldpflege angefallene Brennholz bietet die Stadt Salzburg zum Verkauf an.

Noch Fragen?

  • Amt für öffentliche Ordnung
    Adresse: Schwarzstraße 44, 5024 Salzburg
    E-Mail: ordnungsamt@stadt-salzburg.at
    • Manuel Kapeller
      Forst- und Jagdexperte
      Stadtjäger und Stadtförster
      Tel: +43 (0)662 8072-2837
      Fax: +43 (0)662 8072-2068
    • Josef Brawisch
      Stadtwald-Experte
      Tel: +43 (0)662 8072-2836
      Fax: +43 (0)662 8072-2068
Stand: 24.3.2017, Richilde Haybäck