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Abfall & Abwasser
Abfallwirtschaft

Abfallwirtschaftskonzept

Die Erstellung eines Abfallwirtschaftskonzepts ist in folgenden Fällen verpflichtend:

  • Wenn in der Betriebsanlage mehr als 20 ArbeitnehmerInnen beschäftigt sind; die Regelung gilt unabhängig von der Betriebsanlagengenehmigung
  • Bei Errichtung, Inbetriebnahme und bei einer wesentlichen Änderung von Anlagen wie beispielsweise bei einem Ansuchen um eine Betriebsanlagengenehmigung.


Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft: Leitfaden zum Abfallwirtschaftskonzept 

Überwachung von Behandlungsanlagen: § 62. (1) Die Behörde hat Behandlungsanlagen, die gemäß den §§ 37, 52 oder 54 genehmigungspflichtig sind, längstens alle fünf Jahre zu überprüfen.

  • benötigte Unterlagen

    Das einzureichende Abfallwirtschaftskonzept muss Folgendes enthalten:

    allgemeine Angaben über Branche, Zweck und Anlagenteile, z.B.

    • Betreiber oder Betreiberin der Anlage (Firma, Name und Sitz des Unternehmens)
    • Angaben zu Betriebsstandorten und Anlagen – Auflistung sämtlicher Anlagenteile (z.B. Küche, Büros, Lager)
    • soweit vorhanden:
      Angabe der Identifikationsnummern (GLN) des Anlagenbetreibers oder der Anlagenbetreiberin und der Standorte gemäß AWG 2002
    • Zweck und Branche der Betriebsanlage

    verfahrensbezogene Darstellung, z.B.

    • Erklärung der für die betriebliche Abfallwirtschaft relevanten Verfahren und Prozesse
    • Darstellung der Abhängigkeit der Abfallrückstandsmenge von der Menge, Art und Qualität der eingesetzten Stoffe

    abfallrelevante Darstellung, z.B.

    • Beschreibung der anfallenden Abfälle inklusive Angabe der Art, Menge und Verbleib
    • Abfalllogistik
  • Kosten / Gebühren
    gebührenfrei
  • Fristen

    Das Abfallwirtschaftskonzept muss innerhalb von zwölf Monaten nach Aufnahme der 21. Arbeitskraft vorliegen. Bei Erstellung eines Abfallwirtschaftskonzepts im Rahmen des Ansuchens um eine Betriebsanlagengenehmigung ist es als Teil der Antragsunterlage dem Genehmigungsantrag beizulegen.

  • zu beachten

    Wenn es unvollständig ist, wird die zuständige Stelle die Verbesserung des Abfallwirtschaftskonzepts mit Bescheid auftragen.
    Das Abfallwirtschaftskonzept muss regelmäßig aktualisiert werden:

    • generell zumindest alle fünf Jahre
    • bei einer wesentlichen, abfallrelevanten Änderung der Anlage
    • bei nach der Gewerbeordnung genehmigten Betriebsanlagen:
      im Fall einer genehmigungspflichtigen Änderung

    Das Abfallwirtschaftskonzept muss auf Verlangen der zuständigen Stelle vorgelegt werden.

    Die Rechtsgrundlagen für die Erstellung eines Abfallwirtschaftskonzeptes sind in folgenden Rechtsquellen enthalten:

    • Abfallwirtschaftsgesetz § 10, § 39
    • Gewerbeordnung § 81 Abs. 4, § 353 Z 1 lit. c sowie § 376 Z 11 Abs. 3
    • Mineralrohstoffgesetz § 119 Abs. 1 Z 4

Noch Fragen?

  • Amt für öffentliche Ordnung
    Adresse: Schwarzstraße 44, 5024 Salzburg
    E-Mail: ordnungsamt@stadt-salzburg.at
    • Mag. Markus Graf
      Abfallrecht, Gesundheitswesen
      Leiter-Stv. Amt für Öffentliche Ordnung
      Tel: +43 (0)662 8072-3156
      Fax: +43 (0)662 8072-2068
Stand: 15.6.2015, Richilde Haybäck