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Kinder & Jugend
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Vaterschaftsanerkennung

Bild vergrößernVater mit Baby auf dem Arm; Quelle: office.microsoft.com

Vater mit Baby auf dem Arm; Quelle: office.microsoft.com

Die Vaterschaft zu einem außerehelich geborenen österreichischen Kind wird durch persönliche Er­klärung des Vaters in öffentlicher Urkunde anerkannt.
Eine Frist, innerhalb der die Vaterschaft aner­kannt werden muss, gibt es nicht.

Generell wird telefonische Terminvereinbarung empfohlen.

Solange die Vaterschaft nicht wirksam anerkannt wurde, kann der Vater nicht in die Geburtsurkunde des Kindes eingetragen werden.
Vom Vaterschaftsanerkenntnis werden die Mutter und das Kind (bzw. dessen gesetzl. Vertreter) verständigt, die innerhalb zwei Jahren beim zuständigen Bezirksgericht einen Widerspruch gegen das Anerkenntnis erklären können.

Tipp der Standesbeamten – mehr Zeit für Ihr Kind: Das Standesamt Salzburg empfiehlt werdenden Vätern die Vaterschaft zu ihrem ungeborenen Kind bereits vor der Geburt des Kindes anzuerkennen. Diese Anerkennung kann vor jedem Standesbeamten in Österreich unter Mitnahme eines amtlichen Lichtbildausweises und des sog. Mutter-Kind-Passes durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass Sie als Vater sofort in der Geburtsurkunde Ihres Kindes aufscheinen und dafür nicht mehr eigens zum Standesamt gehen müssen. Damit es noch schneller geht wird angeraten schon VOR der Geburt des Kindes einen Antrag auf Nacherfassung der Daten der Eltern im ZPR zu stellen, damit die Erfassung des Kindes nach seiner Geburt schneller geht.

Da eine Beurkundung generell nur auf Grund von Dokumenten möglich ist, werden vom Vater bei der Beurkundung der Vaterschaft folgende Unterlagen benötigt:

  • Lichtbildausweis (Reisepass, Führerschein, Personalausweis)
  • Geburtsurkunde des Vaters (gegebenenfalls mit deutscher Übersetzung)
  • Staatsbürgerschaftsnachweis des Vaters (bei Ausländern: Reisepass)
  • Nachweis des Hauptwohnsitzes (bei Wohnsitz im Ausland)
  • ggf. Nachweis eines akadem. Grades od. einer Standesbezeichnung (Ing.)
     

Bei einem Kind mit fremder Staatsangehörigkeit gelten unter Umständen andere gesetzliche Bestimmungen.
In der Regel muss hier die Kindesmutter das Anerkenntnis auch unterzeichnen.
Nähere Details bitte telefonisch erfragen.

Vaterschaftsanerkenntnisse können auch abgegeben werden:

  • bei Gerichten, Notaren und jede österr. Vertretungsbehörde im Ausland, wenn Vater oder Kind Österreicher sind
  • bei Kinder- und Jugendhilfeträger (Jugendämtern), Link zur Rechtsvertretung Minderjähriger beim Jugendamt der Stadt Salzburg
  • beim Standesamt

Ortsunabhängige nachträgliche Ausstellung einer Geburtsurkunde:
Grundsätzlich können Sie unabhängig von Ihrem Geburtsort und Hauptwohnsitz bei jedem österreichischen Standesamt die nachträgliche Ausstellung einer Geburtsurkunde beantragen. Dafür muss Ihre „alte“ Eintragung im lokalen Geburtenbuch nacherfasst werden. Ihr Geburtenbuch liegt in der Gemeinde Ihres österreichischen Geburtsortes auf. Wenn eine Nacherfassung durch ein anderes Standesamt als das Salzburger Standesamt erforderlich ist, rechnen Sie bitte mit einer Wartezeit für die Erledigung von etwa 14 Tagen.

Antrag auf Nacherfassung

Noch Fragen?

Stand: 5.10.2016, Richilde Haybäck